It'se meee Mario!

Mittwoch, 9. Februar 2011

Oder: Wie ich auszog eine Prinzessin zu rett...





Nein halt, das ist eine andere Geschichte. Heute hab' ich mich nämlich nur an Marios eigentlicher Tätigkeit versucht: dem Klemptnern.

Unser Dusch- sowie unser Waschbecken-Abfluss laufen schon seit Wochen nicht ordentlich ab. Wir haben es erst nett versucht, biologisch. Als das überhaupt keinen Effekt hatte, haben wir zur Chemiekeule gegriffen. Nichts. Auch mechanisch, also mir Drähten nach Dreck fischen oder mit der Saugglocke pömpeln hat nichts gebracht. Und heute war es denn soweit: Das Waschbecken war komplett zu, da lief nichts mehr ab, nicht das allerkleinste bisschen. Gepömpelt - plötzlich Schlonz aus dem Rohr im Waschbecken gehabt *grrr* natürlich kein Tröpfchen abgelaufen.
Da hatte ich dann die Nase voll. Weil Schatzi natürlich noch weit weg in der Uni saß hab ich mir gedacht: selbst ist die Frau, Rohrzange und Eimer geschnappt und den Siphon aufgemacht. Puuuh also unsere Seifchen duften ja um Einiges besser. :D Siphon unter einigen! Mühen gereinigt, irgendetwas, dass aussah wie Styropor, aber steinhart war, dass ihm nicht mal der Schraubenzieher Kratzer verschaffen konnte, hatte sich da drin festgesetzt. Hab ich natürlich erst gesehen, nachdem ich den kompletten Organischen Schlonz wir Haare und anderen braun-schwarzen Kram rausgefischt hatte. Rausschieben ging nicht, war irgendwie am Rohr festgebacken, mit Wasser wollte es sich nicht lösen lassen, Essigessenz brachte mir ein extrem heißes Rohr, das Stein-Styropording war trotzdem noch da. Aber heiß bedeutet ja schon mal eine Reaktion, sehr gut, was macht man also um Reaktionen zu beschleunigen? Richtig die Temperatur erhöhen. Den Siphon in kochendes Wasser mit Zitronensäure geschmissen. Es zischte, es blubberte und das dämliche Ding war endlich weg.
Siphon wieder dran geschraubt, juhu der Abfluss ist so frei wie vor unserem Einzug nicht!

Mit dem Duschabfluss hätte ich gerne das Gleiche gemacht, aber das geht nicht, an den kommt man nicht so einfach dran. :( Also da muss ich mir noch etwas Schlaues einfallen lassen.

Gute Nachricht des Tages: Meine 5te Traumseife hat sich mit viel netter Überredungskunst des TK, endlich aus ihrer Form bequemt. Davon gibt es dann morgen das Rezept mit Bildchen dazu. :)

A propose morgen: Ich hab morgen ein Vorstellungsgespräch an der GSI für einen Studentenjob, den ich UNBEDINGT haben möchte! Weniger wegen des Geldes, obwohl ich das auch MEHR als gut gebrauchen könnte, sondern eher weil die Arbeitsgruppe an genau dem arbeitet, was ich später machen möchte. Also bittebitte Daumen drücken. :)

Herzallerliebste Grüße

Helix

3 Kommentare:

Postpanamamaxi hat gesagt…

Hi Helix,
ich drück Dir die Daumen, dass Du den Job bekommst.

Ich grüble gerade, was da in dem Rohr drinsein könnte, das so steinhart wird.

Kalk, Fett, Silikon (aus Haarspülungen).

Auch bei uns waren solche Ablagerungen in den Rohren, unser Haus ist allerdings auch schon 29 Jahre alt gewesen, als wir es saniert haben und in dem Zug gleich auch unsere Abwassertechnik auf Vordermann brachten. Da waren auch überall in den Rohren diese Ablagerungen, die erst durch heftiges Klopfen zu lösen waren. Was übrigens nicht zu empfehlen ist!
Diese Ablagerungen machen nämlich den Teilaustausch eines Abflussrohres zu einem großen Risiko. Man muss höllisch aufpassen, damit da nichts abbröckelt und dann ein Rohrstück weiter in der Wand die nächste Verstopfung verursacht.

Übrigens gibts einen ähnlichen Effekt, wenn man die Waschmaschine oder den Trockner nach zig Jahren Standzeit gegen ein neues Gerät austauscht und dazu dann natürlich einmal den Anschlusshahn von der Wasserleitung zudreht, um die alte Maschine abzubauen und die neue anzuschließen. Es kommt erstaunlich häufig vor, dass sich bei dieser Aktion Kalk löst und sofort zu Wassermangel in der neuen Maschine führt, weil das gelöste Kalkstück sich dann an der falschen Stelle querstellt.

Alles schon erlebt...Haustechnik ist ein wunderbares Betätigungsfeld, und nicht immer scheinen sich diese Gerätschaften oder Installationen auch an Naturgesetze zu halten. Ich habe bei einem undichten Dach auch schon Wasser bergauf fließen sehen. Naja, es waren wohl eher die Kapillarkräfte am Zuge, aber trotzdem ist es verstörend, wenn es auch einen Meter überm Leck nass ist.

Mein Induktionsherd (es lebe die Physik!) hat gestern nacht wild rumgepiept und eine Fehlermeldung zustande gebracht, die es in der Bedienungsanleitung gar nicht gibt. Habe ihn dann über die Sicherung kurzfristig vom Strom genommen und alles ist wieder gut.

Alles halb so wild. Viel Glück als Installateurin.

Liz

Postpanamamaxi hat gesagt…

Bin gerade auf Deinen Spuren gewandelt und habe fröhlich in der Waschküche im Waschbecken gepömpelt. Das Prinzip der korrespondierenden Röhren (oder war es der Weg des geringsten Widerstandes) lässt sich prima verfolgen, wenn man den Abfluss pömpelt, den Überlauf aber nicht gleichzeitig abdichtet. Hat hübsch geplatscht, mein Großer (Chaospratiker) wäre bestimmt stolz auf mich gewesen.

Die verdreckten Schuhe meines großen Matschmonsters (Foto in meinem Blog) haben dem Abfluss den Rest gegeben.

Mit Matsch kann man Waschbecken auch toll verstopfen.

Habe es aber freibekommen ohne größere Montagearbeiten.

Liz

Kazi hat gesagt…

Dieses harte Zeugs, kann das Kalkseife sein?
Bei alten Installationen wäre das doch denkbar.

@liz:
Übrigens habe ich mal eine neue Waschmaschine gekauft weil das Sieb am Zufluss verstopft war. Wir hatten Installationsarbeiten im Haus, danach ging die WAschmaschine (15 Jahre alt) nicht mehr. Wir haben dann eine neue gekauft und diese angeschlossen, ging auch nicht. Da erst kamen wir auf die Idee das Sieb zu reinigen.. blöd oder? Aber Waschmaschinen verderben ja glücklicherweise nicht so schnell.

LG Katja

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